Jun 29 2011

England-Juist

Falmouth

Dienstag 24.5 von Falmouth nach Salcome 54sm

Nach einen Tag Ruhe, einem gemütlich Frühstücken und schon sind wir wieder unterwegs. Anscheinend haben wir immer noch nicht genug vom Segeln. Es ist natürlich etwas anderes, wenn der Wind ablandig kommt, die Sonne scheint und man ausgeschlafen ist. Mit dem letzten Büxenlicht laufen wir In die Flussmündung von Salcombe ein. In diesen Hafen sind wir auf der Hinfahrt nicht eingelaufen, da auf der Barre Brandung stand. Hier könnte man sicherlich ein paar Tage verbringen, denn die Stadt besteht aus alter Bebauung, die sich an beiden Seiten des Flusses befindet und man liegt mitten drin. 

Salcome

Mittwoch 25.5  nach Yarmouth 92sm

Wir segeln hoch am Wind der ablandigem kommt. Bei bestem Wetter machen wir nach 14 Stunden an einer Muringboje fest.

Donnerstag, den 26.5 nach Brighton 58sm

Legen von der Muring ab und fahren unter Maschine gegen den Strom bis wir in Höhe von Cowes sind. Dann rollen wir die Genua ein Stück raus und kommen somit bald aus der Abdeckung von „Isle of Wight“ . Da uns der Wellengang zu hoch ist nehmen wir nicht die Abkürzung über „The Looe“ sondern fahren außen herum. Wellen und Wind nehmen immer mehr zu. In Böen bis 45 Knoten ( Windstärke 9 ). Den größten Respekt habe ich vor der Einfahrt nach Brigthon, weil man direkt auf die Kaimauer zusteuern muß und nur wenig Raum hat um dann rechtwinkelig in den Hafen einzulaufen. Am eingewiesenen Stegplatz werden wir mit Handschlag empfangen. Wir haben den Eindruck, dass sie uns zur gelungenen Einfahrt bei dem starken Wind-und Wellenverhältnissen gratulieren wollten. Wir sind jedenfalls heil Froh alles gut gemeistert zu haben.

Freitag, den 27.5 nach Dover 71sm

 Mit achterlichem Wind um 5 haben wir nach 11 Stunden Dover erreicht.

Samstag, den 28.5. nach Zeebrügge 76sm

 Da wir wieder 6-7Windstärken aus SW haben und in den ersten 6 Stunden auch den Strom mit haben, machen wir teilweise 10 Knoten Fahrt über Grund. Es war eine schnelle und angenehme Überfahrt über den englischen Kanal. Die Küche bleibt kalt und wir genehmigen uns ein leckeres Essen in einem Restaurant.

Sonntag, den 29.5 nach Schneveningen 68sm

Wind und Wellen nehmen immer mehr zu. Solange beides von hinten kommt und alles funktioniert sind auch 8 Windstärken und hoher Wellengang kein Problem für die Sta Vast,. Weil wir beim bergen des Großsegels, den Reißverschluss der Segelpersenning nicht zu gezogen haben, weht das geborgene Großsegel aus der Persenning bei einer starken Böe. Mit vereinten Kräften schaffen wir es gerade noch es wieder zu bergen, bevor der Wind auf 8-9 Windstärken zunimmt. Als die erste Böe mit 52Knoten ( Windstärke10) einschlägt rollen wir auch noch den letzten Zipfel der Genua ein und lenzen vor Top und Takel mit 4-6 Knoten Fahrt. Selbst die einlaufenden Schiffe, die nach Rotterdam wollen, drehen ab und ankern vor der Einfahrt. Nach ca. 3 Stunden flaut der Wind auf 7 Windstärken ab und wir können in den Hafen von  Schneveningen einlaufen. So eine Sturmfahrt habe ich noch nicht erlebt, obwohl ich ca. 100.000sm auf eigenen Schiffen unterwegs war.

Montag, den 30.5 nach Vlieland 89sm

Kaum zu glauben, dass das Wasser sich in der Nacht total beruhigt hat und kein Windhauch mehr weht. Unter Maschine legen wir die 89sm in 12 Stunden zurück und machen bei Sonnenschein um 17:30 im Hafen von Vlieland fest.

Juist


Dienstag, den 31.5 nach Juist 77sm

Nachdem ich beim Hafenmeister 40€ für eine Nacht bezahlt habe legen wir um 10:00 Uhr ab. Mit raumen Winden und kaum Seegang haben wir eine sehr schöne Segeltour bis Memmert. Da fällt um 22:00 Uhr der Anker. Bei Hochwasser um 12:00 Uhr am nächsten Tag erreichen wir den Juister Hafen. Nachdem mein Platz vom Schlamm befreit wurde legen wir wie schon auf den Azoren geplant auf meinem Liegeplatz an.

Fahrradtour zur Bill


Mai 23 2011

Azoren-England


Am 12 Mai um 9:30 Uhr legten Hansi und ich ab, um den letzten großen Törn über den Nordatlantik zu starten. Wir wussten, dass es eine große Herausforderung ist und es in diesen Breiten ganz schön ungemütlich werden kann. Da wir ja aber noch unsere Windfahnensteuerung haben ersetzte diese den dritten Mann, der nicht meckert und immer willig seinen Dienst tut. Leider nur bis zum 3. Tag bis ein Delfin hinter der Sta Vast Schutz vor einem jagenden Orka Schutz suchte. Der Killerwahl, der von Hinten auf unser Boot zu schwamm streifte das Ruderblatt und es verabschiedete sich für immer und sank auf 3000m Tiefe. Jetzt mussten Hansi und ich für die nächsten 7 Tage abwechselnd Tag und Nacht 12 Stunden steuern. Besonders in den Nachtwachen war es sehr anstrengend. Damit wir nachts mindestens knapp 4 Stunden schlafen konnten lösten wir uns zwischen 20:00 Uhr und 8:00 Uhr alle 4 Stunden, und Tagsüber alle 3 Stunden ab. Am meisten machten uns das nasskalte Wetter mit Temperaturen um die 12° Celsius und der Schlafmangel zu schaffen.

Die ersten 3 Tage bolzten wir gegen bis zu 6 Windstärken hoch am Wind gegen die See in Richtung Nord an, um in die Zone mit Westwinden zu erreichen. Dann segelten wir mit ca. 70 Grad  unterbrochen von Flauten in Richtung England. Da der Wind die Richtung und die Stärke immer wieder wechselte, passten wir die Segel den Windverhältnissen mindestens 3-mal täglich an. Folgende Segelkombinationen wurden gesetzt. Großsegel mit dem ersten, zweiten oder drittem Reff plus Genua, oder Fock, oder Kutterfock, oder Spinnaker. Wenn das Großsegel geborgen war segelten wir mit ausgebaumter Genua und der ausgebaumten Fock. In der letzten Nacht machten wir nur mit der gerefften Genua (ca. 8 qm) Welle runter bis zu 12,5 Knoten Fahrt. In dieser stockdunklen Nacht mit bis zu 8 Windstärken und 5 Meter hohen Wellen bekamen wir beide keinen Schlaf und die Grenze der Belastbarkeit war erreicht, da in der Kanal-Einfahrt reger Schiffsverkehr herrschte. Andere Tage und  Nächte mit handigem Wind und Wetter alleine an Deck haben wir beide genossen und werden Unvergesslich bleiben.

Für gute Stimmung an Bord sorgte immer eine warme Mahlzeit gegen Abend. Zubereitet wurden folgenden Gerichte. Madras Curry mit Hühnerbrust und Reis; Chicken Kashmir mit geschnitzelter Putenbrust, Zwiebeln und Sahne; Spaghetti Bolognese mit Hackfleisch und Pilzen; Thunfischsteak mit Bratkartoffeln; Pasta Schuta mit Gemüse und Spagetti; Thunfisch mit Kartoffeln und grünen Bohnen; Chili con Carne; Pfannkuchen mit Apfelmus und Thai Curry mit Hähnchenbrust. Alles frisch zubereitet.

Da wir schon manchen Törn zusammen gesegelt sind, lachten wir über viele gemeinsame Erlebnisse. Hansi meinte, dass wir durch Werbeaufnahmen unter schwierigsten Bedingungen unsere Bordkasse ein wenig aufbessern können. Wir denken das die Firma „Thiele Tee“ und „Bäcker Sikken“ uns bei Gelegenheit dafür ein Bier ausgeben werden.

Wir versuchten immer mindestens 5 Knoten Fahrt zu erreichen, fingen aber aus Sicherheitsgründen an schon ab 6 Knoten Fahrt die Segel zu reffen. Wir segelten in 10 Tagen 1333sm. Ich bin froh einen Jollensegler an Bord zu haben, der auch bei widrigen Verhältnissen das Schiff steuern kann.

Heute am 23.5 kam die schwarze Gang an Bord und nahm das Schiff auseinander. Sie suchten hauptsächlich nach Drogen. Da wir wissen was solche Mittel hauptsächlich bei Jugendlichen verursachen, nahmen wir diese Unannehmlichkeiten gerne in Kauf.  Morgen geht es weiter in Richtung Heimat.  Es sind noch 540sm. Wenn Rasmus uns gnädig ist werden wir Juist am 31.5. erreichen.


Mai 8 2011

Antigua-Azoren

Antigua bis Sao Miguel (Azoren) in Zahlen:

Von Mittagsposition bis Mittagsposition war der direkte Weg über Grund 3060sm. Da wir teilweise kreuzen mussten, war der Weg durchs Wasser nach Logge 3600sm. 50 Tage waren Jochen und Pongo an Bord, davon 24 Tage (576 Std.) unter Segeln. 87 Std. lief der Motor und der Generator lief 84 Std. 380 Liter Diesel haben wir verbraucht.


Von Antigua über St. Maarten bis einschließlich der Virgin Island war der angenehmere Törn – mit Schnorcheln und kurzen Hosen. Auf dem Weg zu den Bermudas wurde es immer kälter und der Wind nahm an Stärke zu und kam immer mehr aus der Richtung, in die wir wollten.



Auf den Bermudas war es erheblich kälter als in der Karibik. Auf dem Weg zu den Azoren wurde es dann noch mal erheblich nasser und kälter, sodass wir in der Nacht immer Ölzeug trugen. Gefroren haben wir trotzdem obwohl wir 3 Pullover plus Unterhemd und T-Shirt darunter trugen.



Wir segelten meistens mit gerefften Segeln gegen – bis zu 8 Windstärken, die durch Flauten unterbrochen wurden.



Da Sicherheit an Bord für Mannschaft und Boot vorrangig waren, segelten wir nachts mit verkleinerten Segeln. Bis auf einen Schraubenschlüssel und ein Kissen ist nichts verloren gegangen.



Kleine Reparaturen konnten mit Bordmitteln behoben werden – unter anderem das gerissene Genuafall und die Reffeinrichtung im Baum.


Die Stimmung war trotz der erschwerten Bedingungen immer sehr gut, weil jeder sein Bestes gab. Es gab immer eine warme Mahlzeit. Wir gingen abwechselnd alleine 3 Stunden Wache, sodass wir nach jeder Wache 6 Stunden in einem Stück schlafen konnten.

















Apr 14 2011

Antigua-Bermuda

Montag, den 21.3.2011

Um 18.55 landete der Flieger mit Pongo und  Jochen. Nach einem Begrüßungs-Cocktail in der  Bar von  Jolly  Harbour ging es an Bord der frisch gereinigten und gemalten STA VAST. Einräumen, Kojen bauen und dann ab ins Bett.

22.3.  Um 11:45 heißt es Leinen los und wir fahren in die wunderschöne Badebucht der Nonsuch Bay. Wir setzen das Dingi aus und fahren zum Schnorcheln und Schwimmen an ein kleines Riff. Zahlreiche kleine Fische, einige größere Muscheln und ein stattlicher Barrakuda kreuzten unsern Weg. Ein Traumstart für unseren Karibiktörn.

24.3 Wir verlassen die schöne Ankerbucht und segeln nur unter Genua nach English Harbour, wo wir uns die großen Yachten ansehen.

25.3 Um 8:45 holten wir den Anker hoch, baumten Genua und die Selbstwendefock aus und segelten nach St. Barts. Unterwegs sahen wir Wale. Nach 98sm erreichten wir um 22:00 Uhr unseren Ankerplatz zwischen hunderten von Schiffen. Eins schöner und größer als das Andere.

26.3 Holen schon vor 8:00 Uhr den Anker ein, damit wir uns das Aus- und Einklarieren sparen können. Es ist schon beeindruckend, wenn man an ca. 100 Privatyachten zwischen 100 Fuß und 300 Fuß Länge und ungezählten kleineren Yachten vorbei fährt. Um 11:00 Uhr fällt der Anker in der Simson Bay vor St. Maarten.

27.3 Da Hans-Jürgen ganz heiß auf ein iPad ist fahren wir mit einem Minibus für 1,50$ nach Philipsburg, weil es dort bekanntlich die neusten Geräte zollfrei gibt. Jochen interviewt im Bus erstmal alle Leute und kennt nach 1 Std. Fahrzeit die gesamte Lebensgeschichte der Mitfahrer. Im ersten Shop wird uns gesagt, dass das iPad 2 erst nächste Woche lieferbar ist. Im 2. Shop sind noch 3 Stück nur mit Wi-Fi vorrätig und im 3. wird uns gesagt, dass sie noch gar nicht  lieferbar sind. Schnell zurück zum 2. Shop und schon hat Hans-Jürgen ein iPad, was in Deutschland noch nicht lieferbar ist. Nach vielen Versuchen die Seekarten von der Nordsee zu installieren, macht es eine Dame in einem Apple- Shop. Es ist zwar kein GPS installiert, aber trotzdem ist Hans-Jürgen Tage später von dem Gerät und den geladenen Karten für nur 39€ begeistert.

28.3. Mit den wichtigsten Sachen haben wir uns in dem gut sortierten Supermarkt eingedeckt und sind dann nach Falmouth Harbour gekreuzt. Kurz vor der Dämmerung haben wir den Anker in der Bucht fallen lassen. Zum Abendessen gab es einen Auflauf. Anschließend sind wir mit dem Dingi zum Ort gefahren. Hier war aber nichts mehr los und kurze Zeit später sind wir an den wunderbar beleuchteten Megayachten wieder zurück auf die STA VAST.

29.3. von Antigua zu den Virgin Island. Jochen klariert aus und Pongo und Hans-Jürgen gehen in eine Bar mit WIFi, um im Internet den Wetterbericht anzusehen. Nachdem ein Paar Regenschauer durchgezogen sind geht es zurück an Bord. Wir schlagen die Bäume für die Vorsegel an und segeln los. Admiral von Snider übernimmt wieder das Ruder und wir gehen jeweils 3 Std. Wache. So kann jeder von uns 6 Std. ununterbrochen schlafen. Nachdem der Wind immer mehr auffrischt machen wir über 6 Knoten Fahrt. Pongo ist ganz begeistert von der Windfahnensteuerung.

30.3. Admiral von Snider steuert ohne Murren bis wir kurz vor Einlaufen in die Virgin Islands die Segel bergen. Der Anker fällt in Road Harbour vor Tortola und das nervige Spiel ( Einklarieren) beginnt. Gott sei Dank haben wir Jochen an Bord, der mit ein paar markigen Sprüchen die Prozedur auf 2 Stunden verkürzt. Ich gehe zum Friseur und lasse mir die Haare und den Bart sehr kurz schneiden. Pongo erkennt mich fast nicht wieder und sagt: „Doris hätte ihre wahre Freude an dem neuen Haarschnitt. Beim Essen spiele ich mit meinem iPad. Leider macht es nicht das, was ich von ihm will.

31.3. Beim Zuwasserlassen des Schlauchbootes fängt der Anker an zu slippen. Wir fahren zur Tankstelle und tanken Wasser und Diesel. Die kurze Strecke zur Ankerbucht segeln wir mit der Genua und machen in einer schönen Bucht vor Norman Island an einer Mooring fest. Pongo ist als Erster im Wasser.

1.4. Jochen und Hans-Juergen machen einen Spaziergang über die karg bewachsene Insel Norman Island. Dabei entdecken sie mehrere Yachten, die in einer ruhigen Ankerbucht mit glasklarem Wasser liegen. Um 11:30 Uhr heißt es Anker auf und nix wie hin, denn sie lädt zum Schnorcheln ein. Nach einer Stunde unter Motor erreichen wir die Bucht. Ausgerüstet mit Taucherbrille und Schnorchel erkunden wir die Unterwasserwelt. Hier ist die Welt noch in Ordnung, denn wir sehen hunderte von Fischen in einem intakten Korallenriff schwimmen.

2.4. Nach dem Frühstück noch einmal 1 Stunde schnorcheln, denn es lohnt sich. Die Sturmfock wird probeweise angeschlagen mit der Hoffnung, dass sie auf Nimmerwiedersehen im Seesack verschwindet. Um 11:00 Uhr wird der Anker gehievt und wir segeln nur mit der Genua nach Jost van Dyke. In Great Harbour ist es uns zu unruhig, deshalb segeln wir weiter in die White Bay, wo wir von einem vorgelagerten Riff geschützt an einer Boje fest machen. Beim Schnorcheln entdecken wir einen großen Rochen, der unterm Schiff seine Runden dreht.

3.4. Zum ausklarieren fahren wir zurück zur Great Bay. Bei einem Spaziergang hören wir, wie sich ein älteres Pärchen auf deutsch unterhält. Bei einem Gespräch mit den beiden stellt sich heraus, dass sie mit der Barbara 2 unterwegs sind die in Emden beheimatet ist und an der Teufelsinsel ihren Liegeplatz hat. Sie beabsichtigen in 14 Tagen direkt zu den Azoren zu segeln. Das Abendessen nehmen wir in einer Strandbar Namens Foxy ein. Es ist gut und preiswert

4.4. Um 8:00 Uhr klariert Jochen aus, die Sta Vast wird seeklar gemacht und der Anker wird um 11:00 Uhr gehievt. Beim Einholen der Gastlandflagge weht die Flaggenleine aus. Hans- Jürgen wird in den Mast gehievt um sie wieder einzufangen. Das einmal gereffte Großsegel und die SF werden gesetzt und ab geht es auf den ersten großen Törn zu den Bermudas in Richtung Norden. Der Wind nimmt stetig zu und erreicht gegen Abend 6 Windstärken aus ONO, was bedeutet, dass wir hoch am Wind gegen die immer höher werdenden Wellen anbolzen müssen. Es wird für alle eine schlaflose Nacht.

5.4. Um 10:00 Uhr stellen wir fest, dass der Wassertank leer gelaufen ist und die Werkzeugkästen und die Ersatzteile, die unter den Bodenbrettern verstaut sind in Süßwasser schwimmen. Das Wasser aus dem Wassertank ist durch einen offenen Wasserhahn ins Schiff gepumpt worden. Einer hat aus Sicherheitsgründen die Sicherung für die Wasserpumpe abends ausgeschaltet und morgens wieder eingeschaltet. In der Nacht hat einer den Wasserhahn aufgedreht und so gelassen, weil ja kein Wasser floss. Da es in der Nacht eine fürchterliche Bolzerei gegen die Wellen war, hatte keiner richtig geschlafen. Das Mittagsmenü bestand aus Wasser was wir zusätzlich in Flaschen mitgenommen hatten und für jeden gab es 3 Kekse.

6.4. Der Wind nimmt immer mehr ab und die See beruhigt sich. Mittags gibt es Curryreis mit Hühnergulasch, was allen nach der anstrengenden Segelei sehr gut schmeckt. Am frühen Nachmittag baumen wir Genua und Selbstwendefock mit 2 Bäumen aus, was uns aber leider nur für 4 Stunden weiter bringt. Die Angel meldet sich und wir ziehen einen stattlichen Mahi Mahi bis an die Badeplattform. Leider spuckte er den Haken aus als er uns sah. Er war auch farblich viel zu schön um von uns verspeist zu werden. Vorm Dunkelwerden werden die Bäume geborgen und der Motor wird angeschmissen, da wir unter Segeln nur noch 3Knoten fahren.

10.4. Um noch bei Tageslicht unseren Ankerplatz auf Bermuda zu erreichen läuft der Motor mit. Nach 2 Kreuzschlägen erreichen wir die Ansteuerungstonne und Jochen lotst uns sicher durch eine enge Durchfahrt bis an den Zollanleger. Die Zöllner sind sehr freundlich und zeigen uns einen Ankerplatz, wo wir uns erst mal gegenseitig auf die Schulter klopfen. Wir sind froh, dass wir die Bermudas sicher erreicht haben und an der Sta Vast keine Schäden entstanden sind trotz der teilweise hohen See und Bolzerei gegen teilweise 7-8 Windstärken.

Wir waren 6 Tage und 5 Stunden auf See, haben 985sm zurückgelegt (Durchschnittsgeschwindigkeit ist 6,6kn), die Etmale ( zurückgelegte Sm. innerhalb von 24 Stunden) betrugen zwischen 85sm und 198sm, die vorherrschenden Winde kamen von vorne, Der Motor lief bei Flaute oder zur Unterstützung der Segel 45 Stunden. An 2 Tagen bestand das Mittagsmahl für jeden aus 3 Keksen und ein paar Nüssen, 2 mal gab es Curryreis mit Huhn und 2mal leckere Spagetti-Sauce mit Nudeln.

Wir warten hier auf bessere Windvorhersagen. Haben aber vor am Sonntag, den 17.4. zu den Azoren zu segeln.


Mrz 27 2011

Alleine

Mittwoch, den 16.3. 2011 von St. Maarten nach St. Barts

Wieder alleine. Um 10:30 lege ich ab und erreiche nach 4 Stunden St. Barts, wo ich bei einem Indonesier lecker essen gehe. Alles ist schön, wenn man sich den Augenblick (die Situation in der man sich befindet) bewusst macht und genießt. Bewusst ist mir allerdings auch geworden, dass wenn ich das Unterwasserschiff nicht von seinem Bewuchs befreie, ich für die ca. 4300sm bis Emden nicht ca. 31 sondern 40 Segeltage benötige.

Donnerstag, den 17.3.2011

Der Anker geht hoch um 4:00 Uhr, damit ich nach 75sm segeln, vor Sonnenuntergang noch einen Ankerplatz erreichen kann. Der Blick auf die Logge ist ziemlich frustrierend. Die Logge zeigt mir, dass das Schiff ca. 2kn weniger Fahrt macht als ohne Bewuchs unterm Schiff, obwohl ich ca. 1m unterhalb der Wasserlinie mit einem Spachtel gesäubert habe. Außer der Geschwindigkeit habe ich die besten Voraussetzungen um das Segeln zu genießen. Admiral von Snider hat das Ruder übernommen, ich liege in der Sonne und keiner will was von mir. Obwohl  in der Nacht fast Vollmond ist und ich den Ankerplatz vor Jolly Harbour kenne, schmeiße ich zusätzlich zu den Segeln, die nur noch einen Vortrieb von 4sm erzeugen, den Motor an. Ich habe den Ankerplatz um 19:00 Uhr erreicht. Ohne Motorunterstützung vielleicht um 22:00 Uhr, was auch kein Problem gewesen wäre. Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Morgen werde ich versuchen einen Platz an Land zu bekommen, um das Unterwasserschiff vom Bewuchs zu befreien.


Freitag, den 18.3.2011 in Jolly Harbour

„Fluch der Karibik“

Nein, es sind nicht die Piraten, oder die kleinen Mücken, die einen nachts stechen, wenn man  nicht weit genug von Land aus ankert, sondern die schwarzen Damen von den Einklarierungsbehörden. Mit meinem Dingi fahre ich um 8 Uhr zum Marina Manager um einen Krantermin zu bekommen. Der nächste Krantermin ist eigentlich erst Montag, aber wenn ich sofort komme, dann macht er es ausnahmsweise auch heute noch. Kurz vor 12 Uhr ist das Unterwasserschiff von einem 1 cm dicken Bewuchs befreit, die Sta Vast steht aufgepallt an Land und die Dockarbeiter können pünktlich ihr Wochenende antreten. Jetzt aber schnell zum Einklarieren. Kurz vor 1 Uhr betrete ich das Büro. Die schwarze Dame von den Customs fragt mich warum meine Yacht nicht vor ihrem Büro liegt damit sie sie sehen kann. Ich sage in English Harbour (auch Antigua) konnte ich auch problemlos den nächsten Tag einklarieren, ohne mein Boot vorzuführen. Nachdem ich sage, dass es bereits an Land steht wird sie besonders zickig und lässt mich erst einmal vor der Tür warten, um zu telefonieren. Nach 1,5 Stunde winkt sie mich rein, um zu verkünden, das der „ComPTROLLER 07 CUSTUMS bep MR PETE GEORGE“ keine Zeit hat und ich am Montag pünktlich um 8:30 Uhr in St. Georg (mit dem Buss eine Tagesreise) meinen Pass, den sie einbehalten hat, wieder abholen kann. Es ist sicher in der Vergangenheit so gewesen, dass die Ureinwohner ausgerottet wurden, die Vorväter der jetzigen schwarzen Einwohner als Sklaven nach Antigua verschleppt wurden und diese durch  Machtkämpfe der Europäer immer wieder niedergemetzelt wurden. Da diese Greultaten mehr als 150 Jahre zurück liegen ist es sicherlich nicht richtig, die Menschen, die durch den Tourismus Wohlstand ins Land bringen, so zu behandeln. Es ist wunderschön  vor einem mit Palmen bestückten Sandstrand zu ankern, die Sonne zu genießen und im glasklaren warmen Wasser zu baden, oder bei 4-5 Windstärken  mit bloßem Oberkörper zu segeln. Aber viele Bewohner der Inseln bevorzugen den Schatten, den die Sonne leider wirft. Wir in unserem Revier haben sicherlich  nicht so viel Sonne, dafür aber auch nicht so viele Schattenseiten  (Customs und Immigration Stationen).

Samstag, den 19.3.2011 an Land

Ein arbeitsreicher Tag beginnt damit, Verdünner, eine Rolle zum Auftragen der Antifoulingfarbe und die Wäsche abzuholen. Um 12:30 Uhr haben Toni und ich es endlich geschafft 2 Anstriche Antifouling (10,6 Liter für 850€)  aufzutragen. Nachmittags repariere ich noch das Bugstrahlruder mit Epoxidharzkleber und beziehe die vorderen Matratzen mit den frisch gewaschenen Bezügen, die leider an 3 Stellen eingerissen sind. Das Bodenbrett in der Gästetoilette wird ebenfalls nachgeklebt.

Sonntag, den 20.3.2011 in Jolly Harbbour

Um 10:00Uhr geht es weiter. Admiral von Snider und die Schiffsschraube werden gefettet, die Stützen versetze ich, um die dann freiwerdenden Flächen zu streichen usw. Eigentlich wollte ich den Rumpf noch polieren, aber fürs Wochenende habe ich genug gearbeitet.

Montag, den 21.3.2011 in Jolly Harbour

Um 9:30 Uhr geht die Sta Vast wieder frisch gestrichen in ihr Element. Da ich kein Wasser  mehr habe und die Batterien wieder aufgeladen werden müssen mache ich in der Marina fest. Nachdem ich die abgetaute Kühlbox und den Kühlschrank gesäubert habe, fahre ich um 13:00 Uhr mit dem Manager von Jolly Harbour nach St. John um meinen Pass abzuholen. Da ich bei ihm nicht um 8:30 Uhr auf der Matte stand, sagte er mir ich soll am nächsten Tag um 8:00 Uhr wieder kommen. Nach langem Warten und dank des Managers holte er mich dann doch noch in sein Büro. Nach einer Ermahnung immer erst zum Einklarieren zu gehen und einer Androhung von einer Strafe in Höhe von 10000 USD wenn es noch einmal vorkommt, hatte ich meinen Pass um 17:00Uhr wieder.


Mrz 27 2011

11.3

Ankunft in St Maarten, Willkommen bei den Holländern  Einklarieren klappte um 15.00 h nicht, da das Zollgebäude erst ab 17.00 h geöffnet war. Also gehen wir als unangemeldete Personen erst mal einkaufen. Im Duty Free Land reiht sich ein Klamotten Geschäft an das nächste. Unser Ziel ist Elektronik, Hans Jürgen interessiert sich für einen I – Pad der neusten Generation, unschlüssig über Funktion, Handhabung und Kosten, müssen zusätzliche Informationen eingeholt werden. Bei jedem Verlassen des Ladens wurde der PC günstiger und es gab noch Zubehör dazu. Der Preisunterschied ist schon lohnenswert. Das neuste Gerät gibt es aber erst nächste Woche, daher wurde der Kauf verschoben. Dafür haben die drei Musketiere sich bei Blanc du Nil mit schönen neuen Hemden eingedeckt. Mac. Donalds half uns Mittags über die Runden. Pünktlich um 17.00 h waren wir beim Zoll, der uns mit einer schwedischen Leidensgenossin in seinen kleinen Suzuki Jeep verfrachtet hat um uns zum Zollgebäude zu bringen. Formalitäten, Stempel und Uniformen sind wichtig für dieses Land. Zurück zum Hafen wurden wir im Polizeiwagen gebracht, was der Schwedin ein Bild für die Heimat wert war. Wir denken sie wollte von zu Hause mehr Geld anfordern  Der Abend an der Strandpromenade war beschaulich, aber nett. Wir Drei haben wieder ein beachtliches Durchhaltevermögen an den Tag gelegt.  Rollo und ich sind von einem der Strandbarbesitzer eingeladen worden mit ihm und seinen Kumpel eine kleine Sause zu machen. Freunde finden sich…

12.3.2011 vor Philipsburg

Der Tag wurde ruhig angegangen, aber nur ausruhen ist ja auch nichts. Unser Elektromotor, der ein bisschen aussieht wie ET ist nicht Heinos Kollege, Motoren die man nicht hört, tz tz tz…Er brachte uns aber wieder in den nett angelegten Tender Hafen, direkt hinter einer  Brücke am Anfand der Einkaufsmeile. Der gut ausgestatte Supermarkt wird später besucht, damit wir den ganzen Einkauf nicht mit uns schleppen müssen. Nochmal die genauen Preise eingeholt zeigte uns der Touchpad 1 kostet 450€, der Touchpad 2 kostet 630€. Ca. 200-300 Euro weniger als in Deutschland… Jipppppie…Ein gutes Mittagsmahl, Spare Ribs und ein Hühnerbein mit Pommes taten gut. Die karibischen Strandräuber berechnen die Pommes extra und geben einen schlechten Kurs beim Umtausch, wenn man nur mit Euro bezahlen kann  Der Abend an Bord war sehr ruhig und endete in einer frühen Sommernacht.

13.3

Am Sonntag sind wir von der Groot Bay zur Simson Bay unter Genua gesegelt. Damit war das der letzte Segeltörn für Rolf und Heino, denn wir nähern uns immer mehr dem Flughafen. Die Bucht ist schön und liegt eingebettet von einigen Hotels direkt vor einer Brücke zum inneren Teil der Lagune. Mittags haben wir eine Kleinigkeit am Strand gegessen und abends vor dem Landgang eine leckere Paella an Bord. Der Weg durch die Kneipen am elitären Yachthafen entwickelte sich ganz sportlich, da wir immer noch die einheimischen Mischungen unterschätzen  Am letzten Abend sollte aber nicht gespart werden.

14.3. vor St. Maarten

Am nächsten Morgen haben wir es alle ein wenig langsam angehen lassen, wir glauben alle das die Sonne uns ganz schön fertig macht  Nach dem Frühstück wurde ein wenig ausgeruht und das hiesige Marina Bedarfs Center besucht. Gigantische Ausmaße mit den neusten technischen Dingen für „Bootje Fahrer“. Mittags ein kleiner Snack Spare Ribs und Chicken Wings, hingen uns wie ein Stein im Magen. Ein kleiner Tauchgang zu der Schildkröte die jede Stunde einmal neben unserem Boot auftaucht war leider umsonst. Die letzte Nacht an Bord war angebrochen.

15.03.2011

Taschen packen, sauber machen, aufräumen für die nächsten Gäste an Bord. Drei Mal auf Holz geklopft, wir haben keine Manöver Schäden zu verzeichnen und es bleibt alles harmonisch bis zur letzten Minute. Warten auf den Flug um 17.15 h, wollen noch zum ausklarieren und einmal gemeinsam Essen gehen. Es bleibt nur noch danke an Hans Jürgen zu sagen für eine wunderschöne, unvergessene Zeit.


Mrz 10 2011


Sonntag, den 6.3.2011 von Nevis nach St. Eustatius

Nach einem guten Frühstück ging es um 11.00 h weiter Richtung St. Eustatius / Oranjestad. Anfänglich ging es ausgebaumt unter Segeln weiter. Ein kurzer Winddreher machte diesem Vergnügen allerdings zwischenzeitlich einen Strich durch die Rechnung. Die letzten 7 sm hatte der Windgott dann noch ein Einsehen und es ging unter Segeln hoch am Wind weiter. Der Fang eines Barrakudas in der richtigen Größe sicherte uns ein sehr schmackhaftes Abendessen. Um 16.00 haben wir dann an der Boje festgemacht. Fälschlicherweise, wie uns ein Amerikaner sagte, denn es war eine private Boje. Kurz verholt, wurde dann geankert.

Dienstag, den 8.3 von St. Eustatius nach St. Barts

Abfahrt von St. Eustatius um 10.00 Uhr. Leider wieder etwas verspätet, da wir vergebens darauf gehofft hatten, das der Zoll und das Hafenbüro tatsächlich um 08.00 Uhr besetzt sind, wie uns am Vortag versprochen wurde. Im ersten Anlauf war weder das eine noch das andere Büro besetzt. Nicht schlimm, wir haben nochmal für das Dinghi getankt und beim zweiten Anlauf hat Heino die erforderlichen Papiere bei zwei netten holländischen Beamten ohne weitere Hindernisse bekommen. Wir waren wieder frei…Zwei wichtige Anrufe an Bord mussten heute unbedingt getätigt werden Hans- Jürgens Schwester und Rollos Schwester hatten heute beide Geburtstag. Nach Einhaltung der Mittagspause wurden beide Telefonate um 15.00 h deutscher Zeit getätigt. Bis 14.30 Uhr wurde stramm am Wind gesegelt. Da wir bei einem weiteren Kreuzkurs St. Barts erst Nachts erreicht hätten, entschieden wir uns querab von St. Barts unter Motor zu fahren. Kurz vor dem Hafen hatten wir wieder etwas an der Angel, allerdings haben wir dem Außenbords Kameraden gesagt er soll noch ein bisschen wachsen, oder seinen größeren Bruder vorbei schicken  Der Thunfisch bekam die Freiheit wieder.  Um 18.00 h, noch im Hellen, haben wir den Anker geworfen. Traumhafte Bucht mit vielen schönen, großen Yachten. Den Abend verbrachten wir an Bord.

 Mittwoch, den 9.3.2011 auf St Barts

Morgens um 07.00h und die Welt ist in Ordnung, Hans Jürgen hat uns mit frischen Baguettes erfreut, dank der französischen Insel und des Euros gab es keine Probleme. Diese Problemlosigkeit gab es auch beim einklarieren. Wir konnten alle Daten am PC Terminal eingeben, 24,21 Euro bezahlen und fertig war die Anmeldung. St. Barts hat nette Einkaufsmöglichkeiten für den gehobenen Geldbeutel, aber die 3 Kaffee haben uns geschmeckt. Im hiesigen Supermarkt mit dem nötigsten eingedeckt, ein Auto für Morgen reserviert, ab zurück an Bord. Zeit um den Herd zu reparieren, der einen Kurzschluss hatte und nach einem leckeren Salat mit einem süßen Getränk an der Seite war die Siesta Stunde sehr willkommen. Ausgeruht sind wir mit dem Schlauchboot zu den nahegelegenen Felsgruppen gefahren, um zu schnorcheln. Es ist schon unbeschreiblich einen 1 Meter langen Barrakuda aus 6 Meter Entfernung in seinem Revier zu beobachten. 


Mrz 5 2011

Sail Fast – Immigration Slow

Montag, den 28.2.2011

Gestern Abend sind Rolf und Heino eingetroffen und per Schlauchboot zur Sta Vast übergesetzt, die an einer Boje im Hafen von Jolly Harbour lag.

Mit den wichtigsten Sachen haben wir uns in dem gut sortierten Supermarkt eingedeckt und sind dann nach Falmouth Harbour gekreuzt. Kurz vor der Dämmerung haben wir den Anker in der Bucht fallen lassen. Zum Abendessen gab es einen Auflauf. Anschließend sind wir mit dem Dingi zum Ort gefahren. Hier war aber nichts mehr los und kurze Zeit später sind wir an den wunderbar beleuchteten Megayachten wieder zurück auf die STA VAST.

Dienstag, den 1.3

Nach dem Frühstück haben wir das Beiboot zu Wasser gelassen und den Yamaha angebracht. Bei bestem karibischen Sonnenschein ging es zum nahe gelegenen kleinen Sandstrand an dem wir unser erstes Bad im warmen Wasser genossen haben. Wieder an Bord ging es diesmal mit Schnorchel und Brille ein zweites Mal ins Wasser. Bis zum Nachmittag blieben wir entspannt an Bord. Am frühen Nachmittag war wieder Landgang angesagt. Zum Sundowner gab es Pinacolada und Wodka Red Bull. Letzten Endes etwas mehr als es uns gut getan hat. Aber wir hatten sehr viel Spaß.  

 Mittwoch, den 2.3.2011 in Falmouth Harbour

Heino ist morgens als erster wieder fit gewesen und hat Brötchen geholt. In der Zwischenzeit sind wir eine Runde ums Boot geschwommen um  auch wieder fit zu werden. Geholfen hat es aber nicht viel. Hans-Jürgen hat sich wieder hingelegt. Heino und ich sind ins Dorf gefahren, haben ausklariert, waren bei Post und Bank, haben die Bordkasse wieder aufgefüllt die immer schneller leer wird als man denkt und glaubtJ Das liegt sicher  auch daran das der Zoll und die Hafenbehörden auch nicht mehr billig zu haben sind. Selbst das vor Anker liegen kostet mittlerweile Geld und das ohne nennenswerte Gegenleistung. Wieder an Bord haben wir einen frischen Salat geschnippelt. Zum Abendessen gab es Thunfischsteak a la HJ.

 Donnerstag, den 3. 03.2011 Von: Antigua Nach: Nevis 

Pünktlich um 07.30 h wurde der Anker gelichtet und direkt vor der Einfahrt der Bucht haben wir um 07.40 h 2 Wale gesichtet. Rollo hat sie als Erster gesehen, da er vom Steuer aus den besten Blick hatte und der tonnenschwere Kolos weit aus dem Wasser kam. Es war ein Muttertier mit ihrem Jungen. 13.15 h, die ersten Häuser von Nevis sind zu sehen, 17.00 h an der Boje in einer schönen Bucht festgemacht. Nach einem erfrischenden Bad verlässt neben uns, unter malerischer Kulisse, das Kreuzfahrtschiff Club Med II den Ankerplatz. Ein guter Fisch Gemüse Eintopf rundete den gemütlichen Abend ab.

 Freitag, den 4 . 03.2011 Von: Nevis nach: St. Kitts

09.30 Ankunft Jachthafen St. Kitts mit typischer Karibischer Gelassenheit wurde uns ein Platz zugewiesen, auf die diversen kostenpflichtigen Dinge hingewiesen, also erstmal zum einklarieren. Der Customer ließ auf sich warten und daher haben wir es uns bei einem Drink in dem Dorf gemütlich gemacht. Der Tag wurde zum shoppen und auffüllen der Vorräte verwendet. Abends ein kurzer Abstecher in die Stadt, der sich nicht wirklich gelohnt hat. Danach folgte für Rollo und Heino die schrecklichste Mückennacht an Bord. Man munkelt, man hat sie weinen gehört.

Samstag, der 05.03.2011 Port St. Kitts

Gutes Frühstück nach der quälenden Nacht, Hans Jürgen war ausgeschlafen und Rollo und Heino sind nicht die fitesten. Der Gang zu den Behörden stellte unsere Nerven wieder besonders auf die Probe. Ein und- Aus Klarieren dauerte mehr als 4 Stunden, da immer einer der “Stempel Heinis” gerade Pause machte. Leckere Pizza und diverse Kaltgetränke später können wir endlich weiter.


Feb 28 2011

Jolly Harbour

 Nachdem ich Doris, Elke und Willi am 21.2. zum Taxi gebracht habe, bin ich mit der Sta Vast zu einer Mooring-Tonne gefahren. Da ich alleine an Bord war, habe ich vorne am Bug eine lange Leine befestigt. Dann bin ich rückwärts an die Mooring-Tonne gefahren, und von der Badeplattform aus diese Leine durch die Öse der Tonne gezogen und hinten auf der Klampe des Bootes belegt. Durch rückwärtsfahren kam die Mooring nach vorne und das Schiff legte sich in den Wind. Danach konnte ich in Ruhe mit dem Schlauchboot einen anderen Festmacher an der Mooring-Tonne anschlagen. Ich nutzte die Tage, um allerlei Arbeiten zu erledigen. Unter anderem Ölwechsel bei der Antriebsmaschine und dem Generator, Filter der Wasserentsalzungsanlage wechseln und vieles mehr . Dabei habe ich festgestellt, dass die Wasserpumpe nicht mehr läuft. Die andere Zeit habe ich mit lesen, faullenzen und aufräumen verbracht. Heute Abend ( 27.2.) kommen Rolf und Heino an Bord, die eine neue Pumpe mitbringen. Einerseits genieße ich es alleine zu Sein aber andererseits ist es auch schön wenn wieder Leben an Bord kommt.


Feb 22 2011

Elke, Willi, Doris und Hans-Juergen

Samstag, den 5.2 auf St. Lucia

Da nun Willi und Elke an Bord sind, wird das Schiff vorm Frühstück schwimmend von außen inspiziert, dann schippern wir unter Motor Richtung Marigot Bay. Mit dem Hafenboy Thomas handeln wir einen guten Preis für eine Mooringboje mitten in der inneren Bucht samt Körben , Hut und Flechtfiguren aus Palmenblättern aus. Wir ankern direkt vor der Gecko-Bar ( abends mit Livemusik) und erleben Hafenkino vom Feinsten. Wir schwimmen eine Runde bei Dr. Doolittle und wandern abends auf den Hügel zu JJ`s, wo uns der „Detailman Daniel“ die Geschichte der Bay erzählt und uns Figuren aus Kokosnusspalmwedeln bastelt. Sein Lohn ist unsere Aufmerksamkeit und ein Bier. Bei JJ`s alarmieren sie den Koch, der nach 30 Minuten erscheint und für uns Fisch und Huhn auf creolisch zubereitet. Nach einem tollen Essen geht es im strömenden Regen zurück an Bord. Die Nacht wurde unruhig, da wir ständig bei jedem Schauer unsere Skylights wieder schließen mussten. Die „Sturm- und Regensaison“ beginnt.

Sonntag, den 6.2. auf St. Lucia

 Heute Morgen gehen unsere Jungs ans Reparieren: die Verstopfung des Pantryabflusses beseitigen und die Pumpmimik der Gästetoilette austauschen-beides erfolgreich schweißtreibend erledigt. Doris und Elke dürfen einkaufen gehen und paddeln zurück, da der E-Motor mal wieder versagt…… Nach einer Siesta segeln wir Richtung Rodney Bay los, setzen das Groß gerefft und zwei Vorsegel. Dann erwischt uns eine starke Regenfront mit enormen Windboen, die STA VAST macht über 8 Knoten.

 Montag, den 7.2.2011 auf St. Lucia

Nach einem opulenten Frühstück mit Bacon und Rührei suchen Doris, Willi und Elke das Marine Office und finden ein Rental Car. Frisch geduscht geht es in den Linksverkehr mit Willi am Steuer Richtung Pidgeon Island-einer alten Festung der Briten. Bei Starkwind wandern wir tapfer auf das Fort hinauf, schweißtreibend aber lohnend wegen der Aussicht. Danach besuchen wir die Hauptstadt Castries und gehen zunächst in eine Kirche, ein Ort der Ruhe bei aller Wuseligkeit, Lärm und Dreck. Im Hafen sehen wir einen Leeraner Frachter der Firma Thien&Hayenga. Auf dem Rückweg finden wir einen Fischladen, in dem HJ und Elke Marlinfilets erstehen. Das Abendessen ist gesichert: HJ bereitet den Fisch köstlich auf seinem Grill zu und wir genießen bei Kerzenlicht in der Cockpit. Viel Wein und DOKO beenden die Nacht.

Dienstag, den 8.2.2011 in der Rodney Bay auf St. Lucia

Heute gibt es warme Brötchen zum Frühstück. Nach Einkauf, Auto wegbringen und Abmeldung vom Office (Dockmaster Nigel Rodney war nicht zu erwischen) verlagern wir das Schiff gegen 14.00h endlich in die Bucht – direkt unter dem Fort. Es windet heftig bis zu 27 Knoten, wie auch in der Nacht zuvor. Bei Thiele Tee und warmen Croissants lassen wir es uns gutgehen und gammeln lesenderweise in den Abend hinein – die totale Entspannung!

Mittwoch, den 9.2.2011  St. Lucia- Martinique

Wir haben wieder eine sehr unruhige Nacht hinter uns – wettermäßig. Deshalb stärken wir uns mit Rührei und Schinken, dann geht um 9.00h der Anker auf. Das gereffte Groß, Kuttersegel und etwas Rollfock bringen uns nordwärts nach Martinique. Auf der Passage erleben wir 20-29 Knoten Wind und meterhohe Wellen bei langer Dünung. Die STA VAST läßt sich gut hindurch steuern und nach 4 Stunden nähern wir uns dem Diamond Rock. Gegen 14.00h ankern wir in der Grande Anse Bucht und befinden uns nun auf französischem Boden. Es wird geschwommen und geschnorchelt, eine neugierige Schildkröte umkreist unser Schiff. Das 26 Grad warme Wasser bietet etwas Abkühlung, wobei der ständig starke Wind uns ohnehin immer erfrischt. Am Vorabend geht es an Land, das Mini-Dorf ist schnell erkundet. Alles etwas siffig, also essen wir lieber an Bord. Vor der Bucht ankert die SEA CLOUD II – hell erleuchtet. Den Abend beenden wir mit DOKO. Doris ist zu einer guten Mitspielerin avanciert.

Donnerstag, den 10.2.2011  auf Martinique

Um 9.00h setzen wir Fock und Groß (1 Reff weniger) und segeln hinter der Insel auf St. Pierre zu, diesmal bei moderatem Wind und wenig Welle. Unterwegs sehen wir eine Delphinschule und haben kurz vor der Ankunft einen Riesenfisch an der Angel, der tatsächlich die Leine samt Köder durchbeißt und verschwindet. HJ ist ziemlich enttäuscht ob des gelungenen Befreiungsversuches, Doris freut sich für den Fisch……. Gegen 12.00h werfen wir Anker in einer sehr pittoresken Bucht. St. Pierre ist die ehemalige Hauptstadt von Martinique, wurde jedoch 1902 bei einem Vulkanausbruch völlig zerstört – 29.993 Einwohner wurden getötet, nur ein Gefangener Cyparus überlebte einsam in seiner Zelle und wurde 3 Tage später entdeckt. Verfallene, rußgeschwärzte Häuser zeugen noch heute von der Katastrophe. Wir marschieren in der Mittagshitze durch den Ort auf der Suche nach dem Immigration Office, das wir endlich im Touristenbüro finden. Man meldet sich selbst per Internet an und wird von einer etwas arroganten dunklen Schönheit mit wenig Sprachkenntnissen für den Job bedient. Elke und Willi besuchen noch das Museum des Ortes, es werden schöne Stoffe gekauft  und der Proviant aufgestockt. Für den Abend reservieren wir einen Tisch im Restaurant am Strand und können praktischerweise unser Schlauchboot direkt davor an einer Palme anbinden. Der per IPod abgerufene Wetterbericht meldet weiterhin viel Wind 6Bft. Zu Dritt leeren wir noch eine Flasche Wein im Cockpit bei Viertelmond und gehen früh in die Koje, da wir am nächsten Tag zeitig los wollen.

Freitag, den 11.2.2011 Martinique-Dominica

Willi weckt uns um 6.30h. Der Jockel wird angeschmissen, um ein schnelles Frühstück zuzubereiten. Die Nacht war wieder extrem stürmisch, so wir alle mal wach wurden. Um 7.30h legen wir ab und segeln bei ruhiger See und 10 Knoten Wind los. Als wir jedoch an der Inselspitze ankommen, briest es heftig auf und der Wellengang nimmt gewaltig zu – ca. 3m. Stündlich wird der Rudergänger gewechselt. Die Kurbelei geht auf die Muskulatur. Gegen 10.00h erwischt uns eine Front mit 34 Knoten Wind und Regen. HJ läuft davor etwas ab. Gegen 12.00h erreichen wir die Südspitze von Dominica. Der Wind bleibt sehr heftig, nur die Wellen bauen sich ab. Wir segeln entlang der unwirklichen Küste vorbei an Roseau, der Hauptstadt. Um 16.00h machen wir fest in der Prince Rupert Bay. Auf Empfehlung von Alexander bringt uns Martin an eine Mooringboje nahe dem Yachtclub. Das übliche Handeln beginnt und am Ende bekommt er 50 EC-Dollars für zwei Nächte. Er will uns eine Bootstour auf dem Indian River organisieren für 2 Stunden, Abholung am Schiff. Die Insel sollen wir mit dem Bus erkunden. Am Abend bereiten wir uns eine Paella zu, da es über Tag nur Fingerfood gab. Ein langer Segeltag liegt hinter uns.

 Samstag, den 12.2.2011 in der Prince Rupert Bay auf Dominica

Über Nacht haben uns laute Discomusik und Sturmgeräusche begleitet. Nach dem Baden und Frühstück muß HJ erst einmal Wasser machen – 600 l waren auf. Alexander holt uns um 10.00h mit seinem Holzboot ab und bringt uns zum Immigrationsoffice zwecks Anmeldung, die schnell geht und € 75,00 kostet. Danach fährt bzw. paddelt Alexander uns den Indian River hinauf – wie im Urwald, vorbei am Schauplatz des Films „Fluch der Karibik“ bis hin zu einer kleinen Bar mitten in üppiger Vegetation. Anschließend liefert er uns in „Big Papa`s Restaurant“ ab, wo wir auf unseren Bus samt Führer warten. Dieser erscheint nach 30 Minuten, die wir für einen Drink nutzen und fährt uns zu den kalten Sulphur-Quellen. Eigentlich wenig spektakulär, aber der Weg dorthin ist schön. Dann geht es mit dem klapperigen Bus, dessen Getriebe und Stoßdämpfer zu wünschen lassen, zurück Richtung Wasserfall, vorbei an einem Uni-Zentrum für Medizin, Obstplantagen zu einem Natur Trial. Wir wandern entlang beeindruckender Mangrovenbäume und hören Papageien zu. Als Mittagessen ernten wir Obst wie Bananen, Orangen und Grapefruits von den Feldern. Der Weg zum Wasserfall führt uns durch unwegsames Gelände entlang des Baches und nach ca. 30 Minuten erreichen wir den Fall. Etwas unbequem für uns Frauen, da wir nur Latschen an den Füßen haben, aber alles geht gut. Die Umgebung ist einfach toll, mitten in der Wildnis. Um 17.00h bringt uns Alan zurück nach Portsmouth und wir bunkern noch schnell Wein für den Abend. Als Abschluß des Tages trinken wir mit Alan und Alexander noch einen TI-Punch bei Big Papa, der angeblich HJ wiedererkennt. Alexander offeriert uns einen halben Mahi-Mahi-Fisch, allerdings das Kopfende und seziert uns auf der Badeplattform das Teil. Den Kopf verschenken wir, angeblich eine Delikatesse (nicht für uns Deutsche) und HJ bereitet eine köstliche Fischgrillmahlzeit zu. Dazu Elkes Bratkartoffeln und Doris Knoblauchsauce. Hinter uns ankert der elegante Nachbau der „Endeavour“ – hell erleuchtet.

Sonntag, den 13.2.2011 Dominica-Les Saintes

Mit Hilfe von Martin lichten wir unseren Anker, der sich mit den Bojen vertörnt hat bei dem Starkwind. Es hatte am gestrigen Nachmittag 45 Knoten Wind gegeben (9Bft). Unter Groß und Fock segeln wir bei 6-8 Bft gen Les Saintes. Später wird es moderater: 4 Bft und wenig Welle. Gegen 13.15h erreichen wir die Inseln und ankern nahe dem empfohlenden Restaurant „La Saladerie“, um kurze Wege zu haben. Die Männer machen Mittagsschlaf, die Frauen lesen. Es wird mit den Kindern telefoniert, die bei Schneefall am Großen Meer geboßelt haben. Unser Abendessen im zugigen Restaurant mit schlechtem Hauswein haut uns nicht vom Sockel. Bei unserer Rückkehr blinkert uns eine Schwedin, die neben uns ankert, ständig an! Sie hat Angst um ihr Schiff, dem wir uns sehr stark nähern. Also wird bei Dunkelheit nach einem neuen Ankerplatz gesucht und gefunden. Vorm Schlafen zwei Runden DOKO.

Montag, den 14.2.2.2011 vor Terres des Hautes (Les Saintes)

Wir beschließen, den Tag auf der Insel zu verbringen und Wäsche zu machen. Dafür schleppen wir die Schmutzwäsche an Land und suchen vergeblich die beschriebene Laundry-Im Tourismusbüro hilft uns eine nette Dame weiter und bietet sich als Wäscherin an! Für € 20,00 macht sie 3 Maschinenladungen fertig, allerdings ohne Trocknung. Im „Sole mio“ stärken wir uns mit gutem Wein, dann mieten Willi und Elke sich einen Motorroller und erkunden die gesamte Insel mit allen Buchten. Am Nachmittag wird eingekauft, die gewaschene Wäsche abgeholt und einklariert – per Expreß und ohne Kosten. Das Schiff wird mit Wäscheleinen ausstaffiert und alles aufgehängt. Zum Abend geht es noch einmal an Land um eine Pizzeria aufzusuchen. Die riesigen Fischpizzen schaffen wir nicht und der Rest wird mitgegeben. Nach der abendlichen DOKO-Session liegt HJ unangreifbar vorne im Punktestand. Willi hat die A-Karte……… Doris verbringt die Nacht an Deck, nicht wegen der Schlafgeräusche sondern wegen der enormen Wärme unter Deck.

Dienstag, den 15.2.2011 Les Saintes-Guadeloupe

Während des Frühstücks geht unser Schiff driften und treibt auf einen Hamburger zu – große Aufregung! HJ muß tauchen gehen und entdeckt, daß unser Anker sich in einer defekten Mooring auf Grund (16 m) verfangen hat. Mit einer 2. Leine wird das Problem gelöst und nach dem sich das Bimetall unserer Ankerwinde wieder entspannt hat, heben wir den Anker heraus. Dann segeln wir um 10.45h bei moderaten 4 Bft gen Guadeloupe. Die Südspitze erreichen wir mit heftigen Böen um 12.30h. Als der Wind hinter der Insel einschläft, wird die Maschine angeworfen und wir schippern DOKO spielenderweise in die Bucht von Deshaies. Es gibt einen Five o`clock Tea mit Bananentournaments, dann wird getaucht, geschnorchelt und geschwommen. Abends verwöhnt uns HJ mit Spaghetti und einer besonderer Tomatensauce.

Mittwoch, den 16.2.2011 Guadeloupe-Antigua

Wir stehen schon um 6.30h auf, um an Land ein petit dejeuner zu bekommen, was sich schwierig erweist. Nach langer Suche findet Willi gegenüber der Dorftankstelle eine Bude namens „Chez Mina“. Sie bringt uns Cafe au lait und leckere Baquettes avec fromage et jambon. So gestärkt kaufen wir ein (insbesondere Wein und Bier) und legen um 9.00h ab Richtung Antigua – unserer letzten Insel. Kurz nachdem wir Guadeloupel verlassen haben steuern Doris und Elke durch ein Fischfanggebiet, das man an den vielen zu umschiffenden Bojen erkennt. Unsere Jungs werfen die Angel aus und haben einen Barrakuda dran. Noch während HJ den Fisch ausnimmt und der Kopf als Köder wieder rausgeworfen wird, hängt schon wieder ein dicker Fang dran – diesmal ein Thunfisch, der noch einen fliegenden Fisch angedaut im Magen hat. Nun herrscht euphorische Stimmung an Bord – das Abendessen ist gesichert! Doris nimmt sich eine 5stündige Auszeit und verschläft die Überfahrt. Bei 4-5 Bft pflügt sich die STA VAST gen Norden, der Himmel klart auf und wir erreichen die Südküste Antiguas. Zunächst suchen wir einen Platz in English Harbour, aber entscheiden uns, doch besser nach Falmouth Harbour auszuweichen, was sich als ein weiser Entschluß herausstellt: wir legen uns an eine Millionenpier und unsere Leinen werden von 2 Deutschen freundlichst entgegengenommen. Holger Karl und Frau Wiegand von der Nobiskrug Werft aus Rendsburg freuen sich über ein deutsches Schiff, zumal sich bei einem Cuba Libre herausstellt, daß wir viele gemeinsame Bekannte haben. Mittlerweile hat Willi 600l Wasser von unserem englischen Bootsnachbar organisiert, die am Antigua Race –beginnend am Montag 21.2.2011- teilnehmen. Es liegen tolle Segel- und Motoryachten im Hafen, alles etwas überdimensioniert für unsere ostfriesischen Verhältnisse. Die riesige Motoryacht SYCARA V neben uns, die von den Rendsburger Erbauer auf letzte Mängel untersucht wird, kostet mal eben 75 Millionen, läuft als Verdränger 17 Knoten und hat 19 Mann an Stammpersonal an Bord. Allerdings müssen wir beim Ablegen helfen und die Festmacher lösen. In der Nacht –nach einem köstlichen gegrillten Tuna- macht noch eine Rennyacht fest, die in 3 Tagen von Jamaika 600 sm hergesegelt ist, um am Race teilzunehmen.

 Donnerstag, den 17.2.2011 in der Falmouth Harbour Marina

Heute unternehmen wir einen Autoausflug. Zunächst nach English Harbour, um uns im Immigration Office und beim Zoll anzumelden. Dort stehen alte Gebäude aus der englischen Besatzungszeit. Es liegt die „Elena of London“ –ein Replik von 2009 der traditionellen Admiral`s Cupper aus 1911. Der Kapitän erklärt uns, dass es noch ein Schwesternschiff namens „Eleonora of London“ gibt. Alles originalgetreu von Handkraft zu bedienen. Für eine Regatta braucht er 35 Mann Besatzung! Den Lunch nehmen wir in Nelson`s Dockyard, ein schickes Restaurant, geführt von einer Dame aus Avignon, die uns sofort als Deutsche erkennt und ihre Kölner Köchin an den Tisch ordert zu einem Plausch. Was geht es uns gut!

 Willi kutschiert uns zu Shirley`s Heights, dann auf Irrwegen wegen der katastrophalen Landkarte zur Harmony Hall – ein tolles Restaurant mit super Ausblick auf die Nonsuch Bay. Gegen 17.00h kehren wir zurück, auf allen Schiffen wird wie verrückt geputzt und enorm viel Proviant angeliefert. Um noch die Happy Hour mitzubekommen, laufen wir zum Hafenrestaurant, wo die Megasegelyachten liegen, u.a. der „Maltesische Falke“ mit seinem außergewöhnlichen Rigg aus Rahen. Nach 2 Flaschen Wein hat HJ seinen Wochenbericht mit Doris im Netz und Nachricht von Gaby und Horst vorgelesen. Wir schlendern zur „Mongoose Bar“ für einen letzten Cuba Libre und treffen dort auf einen ziemlich abgewrackten Ibiza-Typen mit seinem Mäuschen. Er kann uns viel über die Schönen und Reichen der Welt –insbesondere auf Malle- erzählen, was wir amüsiert aufnehmen. DOKO beschließt den Abend.

Freitag, den 18.2.2011 Five Islands auf Antigua

Wir erleben eine grausige Nacht mit 1000 Mücken, die sich von uns ernähren. Das Blut der Erschlagenen klebt an den Wänden. Beim Ablegen schippern wir noch um die tollen Superyachten herum und segeln dann gemütlich um die Insel westwärts herum, sehen tolle Schiffe u.a. die“ Alexander von Humboldt“ mit ihren grünen Segeln. Etwas südlich von St. John`s ankern wir alleine in einer Naturbucht, umgeben von Pelikanen und Fregattvögeln. Ein richtig kitschiger Sonnenuntergang und spektakulärer Mondaufgang runden den Tag ab.

Samstag, den 19.2.2011 Jolly Harbour  auf Antigua

  Ein erfrischendes Bad in dem milchigen Wasser eröffnet den Tag. Mit leckerem Rührei und getoastetem Brot stärken wir uns für den Tag, über uns kommen die Flugzeuge im Landeanflug hinweg. Das Heben des Ankers ist etwas mühsam, da  viel Lehm bzw. Ton an der Kette und am Anker klebt. Unter Rollgenua segeln wir aufs Meer hinaus und machen dann einen Schlag zurück auf Jolly Harbour. Zwei neugierige Delphine begleiten uns ein Stück durch das hellgrüne Wasser. Im Hafen geht es zunächst zur Fuel Station – 40 Gallonen Diesel werden gebunkert. Dann weist uns ein netter Dockmaster namens Sylvester einen Boxenplatz mit Strom- und Wasserversorgung an. Die Leine unseres Schlauchbootes klemmen wir kurzfristig mit unserem Bugstrahlruder ein – lösbar ohne Schaden. Die Marina ist sehr großzügig angelegt und wir kaufen in einem enorm gut ausgestattetem Supermarkt ein. Der Boy bringt uns die schweren Einkäufe (überwiegend Flaschen) mit seinem Wagen ans Boot – ein toller Service!  Am Abend essen wir bei DJ Musik BBQ und genießen die laue Nacht.

Sonntag, den 20.2.2011 in Jolly Harbour

Den heutigen Tag nutzen Willi und Elke für einen Ausflug nach St. John`s mit einem Minibus, der leider von einem Helldriver gelenkt wird. Wie es der Zufall so will, erwischen wir nach 3 Stunden Rundgang genau diesen Typen für die Rückfahrt wieder. Doris und HJ machen einen gemütlichen Strandtag, mit einem gemeinsamen Bad in der Brandung und einem Wein an der Strandbar lassen den Tag ausklingen. Die Küche bleibt kalt – wir gehen zum Italiener. Morgen ist Großreinemachen angesagt. Die Koffer werden gepackt, das Schiff von innen und außen geschrubbt. Ein Taxi bestellt für 16.00h, da der Flieger um 19.55h abhebt und wir noch ein Upgrade erreichen wollen.